Consulting Camp 2015: Finanzdienstleister und Generation Y brauchen Bezugspunkte

Organisatoren und Teilnehmer vor der Frankfurter Skyline - Foto: Axel Gaube
Am Wochenende 7./8. März 2015 fand das erste Consulting Camp von Lautenbach Sass in Frankfurt am Main statt. Die Aufgabenstellung kam aus der Unternehmenskommunikation von Union Investment und hatte es in sich: „Mind the Gap – Wie kann die Finanzdienstleistungsbranche die Kommunikation mit der Generation Y gestalten?“

Ein zentrales Ergebnis: Aus Sicht der Teilnehmer sieht ein Großteil der Generation Y kaum persönliche Bezugspunkte zu den Angeboten der Finanzdienstleister. Der Zugang zu Finanzthemen fehlt ihr. Die Kernherausforderung für die Finanzdienstleister besteht also darin, mit ihrer Kommunikation einen Bezug zur Lebenssituation der Millennials herzustellen.

Finanzthemen gewinnen in Gesprächen an Relevanz

Dabei sollten sich die Finanzdienstleister nicht allein auf Social Media verlassen. Ein Arbeitsergebnis der Teilnehmer war, dass Finanzthemen im Austausch mit Freunden und Familie an persönlicher Relevanz gewinnen. Durch den individuellen Bezug folgt die Generation Y den Finanzdienstleistern in der digitalen Welt, um sich einfach und direkt mit den Ansprechpartnern auszutauschen.

Geschichten verbinden Finanzdienstleister und Generation Y

Dafür empfehlen die Teilnehmer den Finanzdienstleistern, sich in ihrer Kommunikation nicht auf Produktbeschreibungen zu konzentrieren. Um den Gap zwischen den beiden Welten zu schließen, bieten sich Geschichten an, in denen der Bezug zu konkreten Bedürfnissen der Generation Y verdeutlicht wird. Das kann zum Beispiel die Finanzierung des Studiums sein, für die es kein großes Startkapital braucht.

Siegerteam schließt Gap mit Trigger-Modell

Das Siegerteam interpretiert die Kommunikation mit der Generation Y als Gespräch. Startet ein Student in seinen Tag, können die Finanzdienstleister die Kommunikation initiieren, indem sie einen kurzen, medialen Trigger zu einem spezifischen Thema setzen (zum Beispiel ein kurzes Video). Dieser Trigger führt in der Mensa zu einem Gespräch mit Kommilitonen, das wiederum ein Trigger für die Mitstudenten ist, um sich im weiteren Tagesverlauf über das Thema zu informieren (zum Beispiel auf der Website des Finanzdienstleister). Die Kommunikation besteht aus der richtigen Abfolge von Triggern und ansprechend aufbereiteten Informationsangeboten.

Mit dem Workshop-Format haben Lautenbach Sass und Union Investment ein Experiment gewagt: Unter dem Motto „Analytisch denken, strategisch arbeiten“ nahmen 23 Studenten der PR-Vereine kommoguntia e.V., LPRS e.V. und PRSH e.V. beim ersten Consulting Camp von Lautenbach Sass die Rolle von Kommunikationsberatern ein. In drei Teams legten sie am Workshop-Wochenende am ersten Tag die Grundlagen für ihr Beratungskonzept im Städel Museum. Am zweiten Tag ging es dann für die Pitch-Präsentation zum Kunden, ins neue Hauptquartier von Union Investment.