Was uns der Kommunikationskongress 2016 verspricht

Fokusthema beim Kommunikationskongress 2016: Unsere Rolle in Zeiten kollaborativer Organisationen I Foto: Lena Schneider

Nur noch einen Tag bis zum großen Klassentreffen der Kommunikationsbranche in Berlin. Die 13. Ausgabe des Kommunikationskongresses steht unter dem Motto: „Die Zukunft unserer Profession – wir diskutieren darüber!“ Eine große Ankündigung. Was erwartet die Teilnehmer? Und was versprechen wir uns davon?

Im Kern dreht sich die Diskussion in diesem Jahr um „unsere Rolle in Zeiten kollaborativer Organisationen“. Das Fokusthema zeigt, wie tiefgreifend die aktuellen Veränderungen unserer Branche sind. Natürlich geht es in Berlin einmal mehr um aktuelle Trends und neue Herausforderungen der Kommunikation. Doch über den beiden Kongresstagen steht nicht mehr und nicht weniger als die Suche nach einem neuen Rollen- und Selbstverständnis angesichts des digitalen Wandels. Damit greift der Kommunikationskongress ein Thema auf, das wir momentan auch intensiv mit unseren Kunden diskutieren.

Ohne Kollaboration keine Transformation

In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet Kollaboration eine „gegen die Interessen des eigenen Landes gerichtete Zusammenarbeit mit dem Kriegsgegner“. Von dieser negativen Konnotation ist längst keine Spur mehr. Kollaboration gilt heute als zentraler Erfolgsfaktor für Unternehmen. Dabei ist Kollaboration weniger eine technologische Frage – vielmehr geht es um die Bereitschaft zur abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und dem Teilen von Wissen.

Das erfordert nicht nur neue Strukturen und Prozesse, sondern auch neue Denk- und Handlungsmuster – z.B. um die viel zitierten Abteilungssilos einzureißen. „Wir als Kommunikationsverantwortliche sind bei diesem Paradigmenwechsel besonders gefragt, strategische Weichen zu stellen“, wirbt der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) auf der Website des Kongresses. Wie beim Kommunikationskongress 2015  schwingt auch in diesem Jahr ein zentrales Thema mit: Die digitale Transformation und der Beitrag strategischer Kommunikation.

Kollaboration wird differenziert betrachtet

Der Kommunikationskongress beleuchtet das Thema Kollaboration dabei auf drei Ebenen:

Interne Kollaboration: Wie können wir Kollaboration intern vorantreiben?

Der internen Kommunikation kommt in Zeiten des Wandels eine strategische, erfolgskritische Rolle zu. Sie muss die zunehmende Verzahnung des Unternehmens begleiten, den Kulturwandel vorleben, Mitarbeiter und Führungskräfte befähigen. Das sind Themen, die sich u.a. in den Sessions prominenter Kommunikationsleiter wie Philipp Schindera, Kommunikationschef der Deutschen Telekom AG, und Michael Jochum, Leiter Interne Kommunikation und Crossmedia bei der Daimler AG, wiederfinden.

Externe Kollaboration: Wie können wir den Dialog mit externen Stakeholdern gestalten?

Die zweite Dimension ist im Grunde nicht neu, war doch der Dialog mit Journalisten, Kunden und politischen Entscheidern schon immer eine zentrale Aufgabe der Kommunikation. Was sich hier verändert, deutet der Titel der Session von Thomas Mickeleit, Kommunikationsleiter von Microsoft, an: „Schluss mit der Kakophonie“. Ist das ein Plädoyer für Polyphonie? Wir sind gespannt.

Individuelle Kollaborationskompetenzen: Wie können wir kollaborative Kompetenzen erwerben und weiterentwickeln?

In Zeiten des Wandels sind fachliche Kompetenzen nicht alles. So ist Digitalkompetenz noch längst kein Garant für eine erfolgreiche digitale Transformation. Soziale und persönliche Kompetenzen rücken zunehmend in den Fokus, wie erst kürzlich eine Befragung der HR-Beratung Metaberatung zeigte. Kommunikation kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten. Spannende Impulse versprechen wir uns hier von der Keynote von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.

Gemeinsame Suche nach einem neuen Kommunikationsverständnis

Wir wollen auf dem Kommunikationskongress 2016 die Suche nach der neuen Rolle der Unternehmenskommunikation vertiefen und diskutieren. Wir sind gespannt, welche Themen und Trends dabei für die Referenten und Teilnehmer im Mittelpunkt stehen und „die Zukunft unserer Profession“ gestalten. Und natürlich freuen wir – Christoph Lautenbach, Jan-Helge Weimann und ich, Lena Schneider – uns darauf, alte Weggefährten wiederzutreffen und neue Kontakte zu knüpfen.